Verschiffung in Hamburg

Hallo ihr Lieben,

heute wie versprochen der Bericht über die Verschiffung des VW-Busses in Hamburg.

Nachdem wir am Dienstagabend noch die allerletzten Kleinigkeiten zusammengesucht hatten, die ins Auto sollten, standen wir am Mittwochmorgen extra früh auf, um dem Berufsverkehr auf der Berliner Autobahn zu entgehen. Das gelang uns auch ganz gut und wir kamen ohne Stau nach Hamburg.

Fabi sprach treffend aus, wie es uns ging: Das erste Mal realisierten wir richtig, dass unsere Reise schon längst kein tollkühner Plan mehr ist, sondern tatsächlich stattfinden wird. Mit der Verschiffung beginnt unser erster Reiseabschnitt.

Nachdem wir eine Tankstelle gefunden hatten und unter den staunenden Blicken der Kassiererin für 3 € getankt hatten (der Tank darf maximal ein Viertel gefüllt sein), folgten wir dem Navi bis zum Hafengelände. Mit der Beschreibung von SeaBridge suchten wir das Gebäude zur Abfertigung unseres Busses, zogen die Warnweste an, die hier Pflicht ist, und setzten uns mit einer Wartenummer in den Warteraum. Offensichtlich waren wir im Gebäude gelandet, wo auch die Bananeneinfuhr verwaltet wurde: Überall lagen „Bananeneinfuhrformulare“ herum und wir waren von LKW-Fahrern umgeben, die sich über ihre Bananentransportwege austauschten. Nur ein Fahrer suchte nach dem Formular für Ananas und eine andere Frau sah genauso fehl am Platz aus wie wir, was uns vermuten ließ, dass sie ebenfalls ihr Auto verschiffte. Nach kurzem Warten bekamen wir ein paar Papiere, die den Weg durch die Schranke zum Spediteur eröffneten. Ab hier durfte allerdings nur noch eine Person weiter. Fabi übernahm diesen Job als Halter des Fahrzeugs. Als Leo noch ein letztes Abschiedsfoto knipsen wollte, wurde sie davon unfreundlich von der Security abgehalten, da das Fotografieren auf dem gesamten Hafengelände verboten war. So lief das hier also. Und für dumme Touris mit ihren Autos und aufregenden Reiseplänen gab es nur wenig Verständnis 😉

Die nächste halbe Stunde verging mit Warten auf den verschiedenen Seiten der Schranke. Fabi inspizierte die anderen Fahrzeuge, die ebenfalls für eine Panamericana-Reise verschifft wurden, wie Schriftzüge mit Webadressen oder Aufkleber verrieten. Dann parkte er unser Auto in der Reihe für das Schiff nach Baltimore und schon waren die Formalitäten erledigt. Startkilometerstand vor der Reise: 223.849 km.
Uns blieb dann sogar noch ein halber Tag in Hamburg, bevor uns der Fernbus wieder nach Hause brachte.

Für unseren Bus geht es leider erst nächste Woche weiter aufs Schiff, da das Schiff eine ganze Woche Verspätung hat aufgrund schlechten Wetters über dem Atlantik. An der Ankunftszeit in Baltimore hat sich noch nichts geändert, drückt die Daumen, dass es so bleibt!

Unser Auto wird mit der „Atlantic Conveyor“ voraussichtlich die folgenden Häfen anfahren:

23. April 16 Abfahrt Hamburg
26. – 27. April 16 Liverpool
04. Mai 16 Halifax
06. – 07. Mai 16 New York City
08. – 09. Mai 16 Baltimore

 

Aktuelle Position des Schiffes:

Zufällig sind wir sogar gleichzeitig in der gleichen Nacht wie unser Auto in New York City. Vielleicht schaffen wir es ja, ein Foto vom Schiff zu machen.

Mit diesen Formalitäten hat unsere Reise jetzt also richtig begonnen. Gute Reise, liebes Busle, wir sehen uns in Baltimore! 🙂